Der Mohr

Wer die Entbehrlichkeit an der Wange entlangfahren spürt, Stahlbürste auf Babypopo, Schockschwerenot!, Sacra Himmelhilf, wem die Zeichen gedeutet werden, siehe – und die gespielte Freundlichkeit wandelte sich vor ihren Augen in liebliche Offenbarungen machtausübender Instanz – dem ist zum Schlucken zumute, der reckt sein Haupt zum Licht, bittend, flehend, hört dabei seine Knochen knacken und sieht dann das einladende Fenster. Dann will es wieder keiner gewesen sein, man hält den obligatorischen Trauerabstand von 14 Tagen, danach stehen alle wieder auf, nicht von den Toten, sondern umgekehrt. Es hat nicht mich getroffen, Kelche rennen vorbei und ein Seufzer der Erleichterung hallt durch die Kaffeeküche. Doch ich gönne euch dieses Gefühl nicht, sollt leiden, jammern und auf ein Wunder hoffen, wie ich auch, ein Upgrade, eine Befreiung zum Handelnden, jemandem, der die Angebote im Supermarktprospekt überlesen kann. Ein freier, kreativer, selbstverantwortlicher, besserer Mensch; zu dumm nur, daß er dem gleichen Prospekt entstiegen ist wie die Leberwurst, welche lecker präsentiert zum Genuss einlädt.