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Die Hemmung endlich zu schreiben, als wären dort immerzu Augen, über die Schulter, in die Karten. Der große Seelenwunsch, hervorgespült zu werden, den Zufall zu beugen und bescheiden, aber innerlich brennend, Erwähnung zu finden, herausgehoben, ausgestellt, mit Geld überschüttet, in Gold aufgewogen: „Ich danke der Jury, meiner Familie, dem Hund und meiner rechten Hand, ohne die ich niemals.“ Da sind Bücher, Anleitungen, unruhige Blicke auf die Regale, unters Kinn, zur Kasse, kaufen oder kostenpflichtig bestellen. Ratgeber, wie es zu laufen hat. Der Klassiker „wie werde ich Millionär?“, übers Internet, 30€. Die Gedanken rauschen, ich bin doch ein menschliches Wesen, von Gott gewollt, wenn man an einen solchen Schmarrn glauben möchte, mit Bedacht ins Weltall geschissen, aber wahrscheinlich ein heiliger Unfall, Zufall. Und dann das Strampeln mit den vergänglichen Beinchen, jedoch auch immer wieder der Gedanke zum Gedanken, Meta, sich selber aufs Haupt spucken und zurück auf. Anfang. Die Kategorien, die Sprache, die Erde – sprengen, zerstreuen, auseinanderfinden und zusammentrennen. Und dann kommt die Stille, das Schlafen, die Beruhigung, nach dem Anfall, dem neuronalen Gewitter, der Überlast. Schnell den Fernseher befragen und in die Zukunft schauen, eine von vielen Realitäten – und denen, die Übelkeit empfinden, bleibt nur die schnöde, gebrauchte und abgenutzte Realität. Aber einer muss sich auch darum kümmern die Menschen zu versorgen. Es muss Ihnen der Popo abgewischt werden. Sie müssen gewendet werden, damit kein Dekubitus entsteht. Dafür hat man nach Feierabend den Badesee ganz für sich alleine. Es stellt sich Zufriedenheit ein. Das Nachtmahl duftet verführerisch. Aber ist es auch genug, ausreichend, zufriedenstellend?