Zwischenbericht

Da sitze ich also nun, der Monat November neigt sich gefährlich dem Ende entgegen und mein ‚Wordcount‘ beträgt gerade mal 15 000 Wörter. Das ist gemessen an den Vorgaben der Veranstaltung natürlich eher lächerlich, aber ich bin ein Mann mittleren Alters und habe einfach mannigfache Verpflichtungen und begrenzte Energie, so daß ich nicht einfach bei jeder Gelegenheit schreiben kann und auch eher schneller müde werde. So weit zu den Entschuldigungen. Darüberhinaus habe ich aber auch ein Sujet gewählt, daß es schwierig macht. Bei einem Fantasyroman könnte ich einfach mal ein paar tausend Wörter an Beschreibungen von Welten oder exotischen Völkern rauszuhauen. Denke ich mir so. Tja, eigene Schuld. ABER: Ich habe schreiben gelernt! Und das ist wirklich eins der herausragenden Resultate von #NaNoWriMo. Es fällt mir durch die Regelmäßigkeit des Schreibvorganges jetzt um einiges leichter, einen Text zu formulieren und diesen dann auch konsequent runterzuschreiben. Wie bei allem macht wirklich Übung den Meister.  Darüberhinaus habe ich aber auch an einem Treffen der Gemeinde teilgenommen und dafür, daß ich mir gar nicht vorstellen konnte in einer Runde von fremden Menschen, in einem öffentlichen Raum, in diesem Fall einem Cafe, etwas zustande zu bringen, ging mir sowohl die Konversation, als auch das gemeinschaftliche Tippen gut von der Hand. Natürlich war ich einer der älteren Teilnehmer, aber das war kein Problem. Ich wurde freundlich integriert und habe auch an meinem ersten Word-War teilgenommen (schreiben möglichst vieler Wörter auf Zeit), jedoch kläglich versagt. Man muss sich einmal vorstellen, daß es Menschen gibt, die einfach mal innerhalb von einer Viertelstunde, 900 Wörter in den Rechner tippen konnten! Unfassbar! Trotz des gemeinschaftlichen Vergnügens, des Kakaos und der Natas,  bevorzuge ich das Schreiben in meinem stillen Kämmerlein, denn obwohl es eine herzliche und freundliche Atmosphäre war, gab es doch auch sehr viele Ablenkungen und die Lautstärke war auch recht hoch von Zeit zu Zeit.

So werde ich jetzt meinen Roman in kleinen Schritten weiterschreiben und zum Abschluß bringen. Ohne das NaNoWriMo Experiment hätte ich dazu wohl noch ein paar Jahre gebraucht. Also, weiter geht’s!